Evangelisch-methodistische Kirche, Gemeindebezirk Berlin-Charlottenburg

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Begegnung mit Jesus

 

In unserer diesjährigen Predigtreihe fragen wir uns, was die Begegnungmit Jesus im Leben seiner Zeitgenossen bewirkt hat, und haben anhand von biblischen Geschichten im Laufe der vergangenen Monate unterschiedliche Antworten entdecken können.

 

Dazu passend finde ich folgenden Ausschnitt aus einem Buch von Lee Strobel, der in „Der Fall Jesus“, Ulm 1999, S.281 fragt, ob die Jünger Jesu durch die Begegnung mit ihm wirklich verändert wurden, und dann folgende Antwort gibt:

Als Jesus gekreuzigt wurde, waren seine Jünger entmutigt und niedergeschlagen. Sie hatten den Glauben daran verloren, dass Jesus der Sohn Gottes gewesen war, weil sie glaubten, dass jeder, der gekreuzigt wurde, von Gott verflucht war. Außerdem hatte man ihnen beigebracht, dass Gott seinen Messias nicht den Tod erleiden lassen würde. So zerstreuten sie sich. Die Jesus-Bewegung war im Keim erstickt.

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Doch nur kurze Zeit später sehen wir, wie dieselben Jünger ihre Berufe aufgeben, sich wieder versammeln und eine sehr konkrete Botschaft verbreiten - dass Jesus der Messias Gottes war, der am Kreuz starb, ins Leben  zurückkehrte und von ihnen gesehen wurde.

 

Und sie waren bereit, den Rest ihres Lebens damit zu verbringen, das zu verkündigen, ohne dass es sich, menschlich gesehen, für sie auszahlte.

Sie bekamen dafür keinen Altersruhesitz am Mittelmeer. Im Gegenteil: Auf sie wartete ein hartes Leben. Sie hatten oft nichts zu essen, mussten im Freien schlafen, wurden ausgelacht, geschlagen und ins Gefängnis gesteckt. Und am Ende wurden die meisten von ihnen auf qualvolle Weise umgebracht.

 

Und wofür das alles? Für ihre guten Absichten? Nein, sondern weil sie absolut davon überzeugt waren, dass sie Jesus nach seiner Auferstehung von den Toten lebend gesehen hatten. Es ist nicht erklärbar, wie diese Gruppe erwachsener Männer zu dieser Überzeugung gelangt sein konnte, ohne dass sie dem auferstandenen Christus begegnet war. Es gibt keine andere adäquate Erklärungsmöglichkeit.

Carolyn Kappauf